Die Kinder-UHU 2017. Sie war schon lange in Vorbereitung, wie jedes Jahr...
Im Vorfeld wurde viel gebetet, gefragt, gehört. Der Leitspruch ("... aber nun hat mein Auge dich gesehen,") wurde Andi auf´s Herz gelegt, wie jedes Jahr...
Ein Thema wurde festgelegt, Pläne geschmiedet, Möglichkeiten sondiert. Alles lief gut und einigermaßen planmäßig, wie jedes Jahr...
Gemeinden wurden angeschrieben, Einladungen verschickt, Poster und Flyer gestaltet, gedruckt und verschickt, wie jedes Jahr...
Eine Menge Arbeit, die zum größten Teil alle unser Captain Andi erledigte, wie jedes Jahr...
Das Vortreffen wurde geplant und Einladungen dazu verschickt, wie jedes Jahr...

Doch dann kommt es anders!

Andi fällt das Sprechen schwer, es wurde ein kleiner Schlaganfall als Ursache vermutet. Nach kurzer Beratung beschließen wir, dass er zum Vortreffen nicht mit dabei sein wird.
Also findet das Vortreffen OHNE Andi statt. Viktor und ich mühen uns, das, was Andi uns mitgegeben hat von seinen Vorbereitungen und Dateien,
so gut es geht umzusetzen und ohne ihn die Freizeit zu planen. Irgendwie gelingt es uns.
Wir erwarten, dass er zur Freizeit wieder fitt ist und dann kann uns ja nichts mehr passieren. Die Freizeit ohne Andi? Kannst du dir ein Auto vorstellen, dass ohne Motor fährt?
Dann kannst du dir auch eine Freizeit ohne Andi vorstellen!

Doch dann kommt es ganz anders!

Andi erleidet einen "Rückfall". Eine umfangreiche Untersuchung im Krankenhaus ergibt nun nicht mehr "Schlaganfall", sondern die niederschmetternde Diagnose amyotrophe Lateralsklerose (ALS)! 3 Wochen Krankenhausaufenthalt bestätigen diese Tatsache.

Das bedeutet?
Wenn Gott kein Wunder tut - und zwar ein richtiges, echtes, handfestes! - wird es keine Heilung geben, keine Hilfe, sondern den sicheren Tod. Ärzte können die Krankheit weder aufhalten, geschweige denn heilen. Ähnlich vorstellbar dem Krebs im Endstadium.
Es kann sich wohl niemand vorstellen, was das für Andi und seine Familie bedeutet, niemand!

Dehalb bitte ich hier an dieser Stelle, dass alle, die davon wissen, intensiv für Andi und die Familie beten und den Himmel bestürmen, dass Gott SEINEN Plan hinausführt und SEIN Wille geschieht und dass Andi die Kraft bekommt, diese Situation durchzuhalten und an Gottes grenzenloser Liebe, Treue und Fürsorge festzuhalten.
Auch lange nachdem dieser Blogeintrag geschrieben sein wird, braucht Andi diese Gebete.

Das bedeutet weiter?
Es wird unmöglich, dass Andi zur Freizeit dabei sein kann. Die UHU ohne Captain! Unvorstellbar!
Wer soll denn das alles organisieren und das Angefangene zu Ende bringen? Bei ihm liefen doch alle Fäden zusammen. Er war das Hirn. Er war der Einzige, der den Überblick hatte und die Fähigkeit, das alles zu leiten und die Mitarbeiter (und Kinder) zu führen und zu motivieren.

UHU fällt aus! Mitteilungen an alle schon angemeldeten MA und Kids, Hausanmeldung absagen, Vorbreitungen in die Tonne treten, das war´s, aus und vorbei.
Das waren unsere ersten Gedanken. Doch - Gott sei Dank - immer mit einem unguten Gefühl. Wir hatten den Eindruck, Gott will hier mehr, es gab nicht umsonst alle Vorbereitungen in Tat und Gebet.

Und heute sind wir dankbar, dass wir diesem unguten Gefühl nachgegeben haben. Dass wir uns nicht haben abschrecken lassen, nicht aufgegeben haben.
Es war eine schwere Zeit bis zur UHU. Nicht nur, dass plötzlich die Last auf völlig unvorbereitete Mitarbeiter gelegt wurde, sondern immer auch mit dem Gedanken im Hinterkopf: " Andi fehlt nicht nur mal wegen ´ner Grippe oder ´nem gebrochenen Fuß, sondern er wird voraussichtlich NIE WIEDER eine Uhu-Freizeit leiten können." DAS war der Schmerz für uns.


Unser Captain Andi hat in sehr weiser Voraussicht die Verantwortung für die Freizeit in die Hände seiner Mitarbeiter gelegt, hat alle erforderlichen Daten und Dateien, bisherige Anmeldungen, Adressen, Pläne und (gefühlte) tausend andere Dinge weiter gegeben und erklärt und es so möglich gemacht, dass wir auch ohne ihn agieren können.
Gott hat uns dabei geführt, uns Weisheit in der restlichen Vorbereitungsphase gegeben, den nötigen Mut gegeben, es wirklich durchzuziehen. Auch in dieser Beziehung war es eine schwere Zeit bis zur UHU.

Naja, der Ablauf der Freizeit selbst war dann ja auch nicht "mit Links" zu schaffen. Wir haben geschwitzt (trotz kaltem Wetter und viel Regen), gebangt, uns immer wieder beraten, gebetet, getastet, probiert. "Wie hätte jetzt Andi...?"

Heute, eine Woche NACH der Freizeit kann ich Folgendes bezeugen:
Gott ist gut. Gott ist treu. Gott verlässt nicht. Gott macht keine Fehler. Gott weiß genau, was er tut und wie er es tut und auch wann er es tut.
Gott hat Gnade geschenkt und uns eine wunderbare Freizeit beschert. Nicht einmal das vorwiegend schlechte Wetter konnte daran etwas ändern.
Gott hat Herzen berührt, von den Kindern und von den Mitarbeitern, Gott hat sich als guter Freund, als Helfer, als Retter erwiesen auf verschiedene Weise.
Gott hat bewahrt, geführt, weiter geführt.

Eine Freizeit OHNE Andi? Auf den ersten Blick schon, ja.
Aber was wäre diese UHU geworden OHNE Andis Vorbereitungen, ohne seine Übergabe an die MA, ohne seine vielen Tipps und Antworten auf unsere Fragen vor und während der Freizeit, auch ohne seine Gebete hinter uns und dass er in Gedanken und im Geist so gut wie ununterbrochen mit dabei war?

OHNE Andi hätte diese UHU niemals stattfinden können, niemals!

Ein herzliches Dankeschön geht deshalb an unseren Captain Andi.
Und ein ganz großes Dankeschön und Halleluja an unseren großen und mächtigen, liebenden Papa im Himmel, der Andi und uns gesegnet hat mit Kraft und Weisheit und der nötigen Liebe zu den Kindern um die Freizeit zu dem werden zu lassen was sie sein sollte:

Eine Liebeserklärung an Gottes Größe und Erbarmen.


 

 
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